Dieses 2009 hatte es in sich. Ökonomisch wohl eines der schwierigsten der letzten hundert Jahre. Den Banken folgte die so genannte Realwirtschaft in ein tiefes Tal, dessen Boden langsam erreicht zu werden scheint. Gegenmaßnahmen wurden beschlossen von denen noch abzuwarten bleibt, ob sie den gewünschten Erfolg bringen. Pleiten von Lehman, New York, bis Quelle, Fürth, – nicht jede hatte ihre Ursache wirklich in der Krise. Strukturelle Probleme wurden offenbar, zu langes Festhalten an überkommenen Strukturen und vieles mehr kam zusammen. Manch verzagtes Management tat sich nur durch einen kräftigen Tritt auf die Kostenbremse hervor. Mutiges vorausschauendes Handeln? Kreative Ansätze bei der Bewältigung der Krise? Wohl eher selten. Die Medien blieben davon nicht verschont. Kein antizyklisches Verhalten bei der Werbung – blass ist alle Theorie. Global gesteuerte Werbung treibende Unternehmen, bremsten ihre florierenden europäischen Tochterunternehmen aus. Die auflagenstarke Publikumspresse verliert 25 bis 30 % Anzeigenseiten – damit ist nichts über die Entwicklung des Umsatzvolumens gesagt. Die Bewertung der verschiedenen Mediengattungen steht auf dem Prüfstand, Print, TV, Online? Blogs, Foren, Communities? Wie erreicht man den konsumfreudigen Verbraucher? In Deutschland ist er erfreulicherweise nicht ausgestorben – bei unseren europäischen Nachbarn sieht das anders aus.
Wie wird es werden, das neue Jahr? Neue Formate, neue Köpfe, neue Ideen? Ein Ende der Wildwestmanier im Mediengeschäft, mehr Transparenz, weniger Kostendruck? Wir werden es erfahren.
Ein gutes neues Jahr, Gesundheit, Glück und Erfolg wünscht Ihnen
Ihr
Jürgen Lindemann